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Die SWAPO: Vom Widerstand zur Regierung

Januar 20, 2018

Die SWAPO (der Name stand einst für South-West-African People’s Organisation) ist die Regierungspartei Namibias, hat aber als Widerstandsbewegung begonnen und einen Guerillakrieg gegen die südafrikanischen Besatzer geführt.

Gegründet wurde sie 1906 von Andimba Toivo ya Toivo und Samual Nujoma. Sie entstand aus der OPO, der Ovamboland Volksorganisation, die sich wiederum von der SWANU abgespalten hatte. Auch wenn die SWAPO eine politische Organisation ist, so beschloss sie schon ein Jahr nach der Gründung den bewaffneten Kampf gegen die Besatzer aufzunehmen. . Es dauerte noch vier weitere Jahre, bis die Organisation dazu vor allem militärisch in der Lage war. Die ersten Gefechte mit südafrikanischen Truppen gab es im August 1966. In den Folgejahren gab es immer wieder Scharmützel, allerdings ohne große Auswirkungen. Als im Jahr 1978 Anlagen des wichtigen Ruacana-Kraftwerks zerstört wurden, startete Südafrika eine Offensive und bombardierte das SWAPO-Hauptquartier in Angola. Über 600 Menschen kamen ums Leben, darunter viele Frauen und Kinder, die nach Angola geflohen waren. Vier Jahre später verschärften sich die Kämpfe weiter und 1982 kamen bei den Auseinandersetzungen etwa 1260 SWAPO-Soldaten und 77 südafrikanischen Soldaten ums Leben. Der SWAPO-Präsident rief die UNO zur Vermittlung an, das hielt aber Südafrika nicht davon ab, weiter gegen Stellungen der SWAPO in Angola vorzugehen. Die Truppen der Besatzer stießen bis zu 500 Kilometer tief in das Gebiet des Nachbarlandes vor und kontrollierten zeitweise diese Gebiete sogar. 1989 schließlich gab es Wahlen, auch auf internationalen Druck, und erwartungsgemäß gewann die SWAPO die meisten Sitze im Parlament und stellte mit Sam Nujoma den ersten Präsidenten Namibias.

Die SWPAO hat ihre politischen Wurzeln im Marxismus und Kommunismus, ist aber heute eher als afrikanisch-nationalistisch einzuordnen. Der Wahlspruch ist “SWAPO vereinigt, SWPAO siegt, jetzt harte Arbeit”.